**Was brauchen unsere Kinder in der Welt von morgen?**
Diese Frage beschäftigt uns an unserer Schule immer wieder. Denn Schule bedeutet für uns mehr als Wissen zu vermitteln. Wir wollen Kinder stärken, ihnen Orientierung geben und sie auf eine Welt vorbereiten, die sich ständig verändert. Was Kinder in 5 oder 10Jahren brauchen werden, können wir nur vermuten-die Veränderung geht dermassen schnell, dass sich dies nicht mit Sicherheit sagen lässt.
Und trotzdem sind wir sicher, dass folgende Eckpfeiler wichtig sind und bleiben:
**Beziehung und Präsenz**
Kinder brauchen Erwachsene, die präsent sind. Erwachsene, die hinschauen, zuhören, Grenzen setzen und gleichzeitig Beziehung halten. Mit unserem Weg der **Neuen Autorität** stärken wir diese Haltung im Schulalltag. Wir wollen Kinder darin unterstützen, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte auszutragen, Fehler wieder gutzumachen und einen respektvollen Umgang miteinander zu lernen.
**Gesundheit als Grundlage fürs Lernen**
Lernen gelingt besser, wenn Kinder sich wohlfühlen und gesund sind. Eine gesundheitsfördernde Schule kann dabei viel beitragen – aber sie braucht auch die Eltern. Genügend Schlaf, gesundes Essen, möglichst wenig Bildschirmzeit und viel Bewegung sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass Kinder aufmerksam, ausgeglichen und lernbereit sind.
Deshalb gehört Bewegung für uns selbstverständlich zum Schulalltag. Dazu gehört auch das **Schwimmen**. Wir möchten, dass möglichst viele Kinder sicher schwimmen können, und fördern deshalb den Schwimmunterricht und entsprechende Angebote. Die Gemeinde Pratteln unterstützt Familien dabei mit der Subventionierung von Schwimmkursen.
**Lernen, das auf morgen vorbereitet**
Mit unserem Schwerpunkt **kompetenzorientiert unterrichten und beurteilen** richten wir den Blick darauf, was Kinder wirklich brauchen. Es geht nicht nur darum, was sie heute wissen. Es geht darum, was sie mit ihrem Wissen anfangen können: selbstständig denken, Probleme lösen, zusammenarbeiten, Verantwortung übernehmen, kreativ sein und sich immer wieder auf Neues einlassen.
Wir fragen uns deshalb immer wieder: Was wollen wir unseren Kindern für die Welt von morgen mitgeben?
**Miteinander statt nebeneinander**
Dazu gehört für uns auch ein bewusster Umgang mit digitalen Medien. Unsere Schule ist **handyfrei** – nicht weil wir die digitale Welt ablehnen, sondern weil wir wissen, wie wertvoll echte Begegnungen sind.
Auf dem Pausenplatz, im Klassenzimmer und auf dem Schulweg sollen Kinder miteinander reden, spielen, lachen, streiten und sich wieder vertragen. Sie sollen lernen, Beziehungen zu gestalten – nicht über einen Bildschirm, sondern im direkten Kontakt miteinander.
Der Schulweg gehört dabei ebenfalls zum Lern- und Lebensraum der Kinder. Wir wünschen uns, dass unsere Kinder ihren Schulweg möglichst selbstständig und ohne Smartphone erleben können.
**Schule gelingt gemeinsam**
All diese Themen haben eines gemeinsam: Sie funktionieren nicht allein durch die Schule. Kinder brauchen Erwachsene, die an einem Strick ziehen. Lehrpersonen, Schulleitung, Eltern, Schulrat und Gemeinde tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass Kinder gute Bedingungen zum Aufwachsen und Lernen haben.
Wir wollen eine Schule sein, die Kinder stärkt, ihnen etwas zutraut und sie auf die Zukunft vorbereitet. Eine Schule, in der Beziehung, Gesundheit, Bewegung, gemeinsames Lernen und Verantwortung ihren festen Platz haben.
Denn am Ende geht es um eine zentrale Frage:
**Was brauchen unsere Kinder heute, damit sie morgen ihren Weg selbstbewusst, gesund und verantwortungsvoll gehen können?**
Diese Frage begleitet uns – und wir wollen die Antworten gemeinsam mit unseren Kindern, Eltern und allen Menschen entwickeln, die unsere Schule mittragen.
Für die Schulleitung, Daniela Gloor
September 2026
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